Ravensburg und Biberach/Riß

Der Wahlbezirk 26 für die württtembergischen Kirchenwahlen besteht aus den beiden Evang. Kirchenbezirken Ravensburg und Biberach/Riß.

Kandidierende dieses Wahlkreises

Jutta Henrich

Bibliothekarin, 64 Jahre, verheiratet, vier erwachsene Kinder. Seit 2008 Mitglied der Landessynode, seit 2015 Mitglied der EKD-Synode.

Ich setze mich ein für eine Kirche

  • die das Evangelium einladend verkündet.
  • die präsent ist, wo Menschen die Freundlichkeit Gottes ­spüren sollen – weit über die Kerngemeinde hinaus.
  • die sich mit ihrer Botschaft den Herausforderungen unserer Zeit stellt und am gesellschaftlichen Diskurs beteiligt.
  • in der sich die Erkenntnis durchsetzt, dass Wissenschaft, Verstand und Glaube nicht im Widerspruch stehen müssen.
  • die mit ihren Pfunden wuchert und ihre Mittel kreativ und verantwortungsvoll einsetzt.

Wahlkreis

Wahlkreis 26: Kirchenbezirk Ravensburg / Biberach

Hellger Koepff

bis 30.11.2019 Dekan in Biberach, 65 Jahre, verheiratet mit Annette Roser-Koepff, Gefängnispfarrerin, drei erwachsene Söhne. Seit 2014 Mitglied der Landessynode.

Ich setze mich ein für eine Kirche

  • die aus dem Reichtum der Bibel lebt.
  • in der es viel Zeit für Seelsorge gibt.
  • in der die Gemeinden deutlich gestärkt werden.
  • der die Bewahrung der Schöpfung zentral ist.
  • die das Zusammenleben im Sinne Jesu mitgestaltet, sich einmischt, querdenkt und sich mit anderen für die Stärkung der Demokratie und eine freiheitliche Gesellschaft einsetzt.
  • die im offenen und kritischen Dialog mit Andersdenkenden und anderen Religionen den Frieden sucht und voranbringt.

Wahlkreis

Wahlkreis 26: Kirchenbezirk Ravensburg / Biberach

Unterstützerliste

Unterstützerliste im Wahlbezirk Ravensburg / Biberach

Bildung unterstützen, Hilfe zur Selbsthilfe geben - eindrucksvoller Informationsabend der OK-Oberschwaben

„Religiöse Unterschiede sind nicht der Hauptgrund für die gewaltsamen Konflikte“, sagte Klaus Rieth, Kirchenrat in Stuttgart, auf Einladung der Offenen Kirche Oberschwaben am 25. September in Friedrichshafen. Wirtschaftliche Interessen, Machtfragen oder der Konflikt zwischen sesshaften Gruppen und Nomaden seien die Hauptgründe für Gewalt in vielen Ländern des mittleren Ostens aber auch in Afrika. An Ländern wie Syrien, dem Libanon, dem Irak oder Nigeria zeigte Rieth auf, wie verschieden die Lebensbedingungen für Christen sind und wie schnell sie sich verändern können. Die Landeskirche unterstütze zahlreiche kleine Projekte der lokalen Kirchen. Jungen Menschen soll Bildung und damit berufliche Perspektiven in ihrer Heimat ermöglichen werden. Christen können nicht selten zwischen verfeindeten Gruppen vermitteln.

Jutta Henrich aus Laupheim, Kandidatin der Offenen Kirche für die Wahl am 1. Dezember, würdigte die internationale Vernetzung von Klaus Rieth, der so etwas wie der „Außenminister“ der Landeskirche sei. Hellger Koepff, Biberach, begrüßt die Entscheidung der Landessynode, die Mittel für Geflüchtete zur Hälfte für die Unterstützung in den Herkunftsländern wie etwa dem Nordirak oder im Libanon zu verwenden.

Kirche hat Zukunft

Die OFFENE KIRCHE setzt sich in der Landessynode ein für

  • absolute Gleichstellung homosexueller Paare: „Kirchliche Trauung für alle“. 
    Nachdem die letzte Synode die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare ermöglicht hat, die immer noch diskriminierende Elemente enthält, steht nun die völlige Gleichstellung an.
  • weitestgehende Klimaneutralität bis 2035:
    Landeskirche und Kirchengemeinden werden auf den Weg verpflichtet und dabei begleitet.
  • eine höhere Präsenz in der Gesellschaft, um den Mitgliederschwund zu bremsen.
    Wie z. B. beim Friedenspfarramt, dem kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt und der Evangelischen Akademie Bad Boll, dem Dienst für Mission und Ökumene, bei den Studierendengemeinden, dem Umweltbüro und Krankenhäusern. 
  • Einsatz von kirchlichen Mitteln für den sozialen Wohnungsbau. 
    Eines der größten Probleme breiter Schichten unserer Bevölkerung ist die Wohnungsnot. Hier muss Kirche mit gutem Beispiel vorangehen und kirchliche Mittel in den sozialen Wohnungsbau investieren.
  • Demokratisierung der Landeskirche:
    z.B. Wahl des Oberkirchenrats durch die Synode. 
  • nach dem Jahr 2024 keine weiteren Pfarrpläne mehr. 
    Durch deutliche Intensivierung der Nachwuchsgewinnung weitere Kürzungen im Pfarrdienst verhindern. Die Finanzmittel dazu sind vorhanden.
  • den Kirchengemeinden die vollständige Finanzhoheit über ihre Mittel einräumen und keine Mittel zurückhalten. 
    Durch eine Ausbezahlung aller Mittel, die für die Kirchengemeinden bei der Landeskirche eingehen, die Kirchengemeinden an den Mehreinnahmen beteiligen.

Für eine offene und einladende, ­solidarische und innovative Kirche.