OFFENE KIRCHE fordert Hilfe statt Tränengas für die Flüchtlinge an der türkisch-griechischen Grenze


Die OFFENE KIRCHE hält den Umgang mit den Geflüchteten an der türkisch-griechischen Grenze und in den griechischen Lagern für zutiefst unmenschlich und für eine Wertegemeinschaft, wie die EU sie sein will, für unwürdig. Die OFFENE KIRCHE fordert eine "Koalition der Willigen" zu bilden und zum Beispiel auf das Angebot vieler deutscher Städte, Flüchtlinge aufzunehmen, einzugehen und Menschen aus der unmenschlichen Situation an der türkisch-griechischen Grenze zu befreien.

OFFENE KIRCHE fordert Hilfe statt Tränengas für die Flüchtlinge an der türkisch-griechischen Grenze

"Was ihr für einen meiner Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan.", nach Matthäus 25, 40.

An der türkisch-griechischen Grenze und in den Lagern auf den griechischen Inseln der Ägäis ereignet sich aktuell eine humanitäre Katastrophe. Geflüchtete erfahren durch die griechische Polizei massive Gewalt, die Situation auf zahlreichen griechischen Inseln eskaliert aktuell. Dort harren über 40.000 Menschen unter unmenschlichen Bedingungen aus, darunter zahlreiche Kinder. Die griechische Regierung hat dagegen das Asylrecht ausgesetzt. 

Die OFFENE KIRCHE hält den Umgang mit den Geflüchteten an der türkisch-griechischen Grenze und in den griechischen Lagern für zutiefst unmenschlich und für eine Wertegemeinschaft, wie die EU sie sein will, für unwürdig. Die Abschottung der Grenze unter Einsatz von Tränengas durch den griechischen Staat widerspricht den europäischen Verträgen und der Genfer Flüchtlingskonvention. 

Die OFFENE KIRCHE fordert daher eine faire Lastenverteilung aller EU-Mitgliedsstaaten unter Einbeziehung der Türkei. Es kann nicht sein, dass die Länder, die näher am Kriegsgeschehen liegen, wie Griechenland und die Türkei, die Lasten tragen müssen und die anderen Länder sich aus der Verantwortung ziehen. Auch wenn es derzeit nicht möglich ist, alle Länder der EU dazu zu bewegen, Humanität walten zu lassen, so fordert die OFFENE KIRCHE eine "Koalition der Willigen" zu bilden und zum Beispiel auf das Angebot vieler deutscher Städte, Flüchtlinge aufzunehmen, einzugehen und Menschen aus der unmenschlichen Situation an der türkisch-griechischen Grenze zu befreien.

Die Kirchenleitung der evangelischen Landeskirche in Württemberg steht ebenso in der Verantwortung, durch öffentliche Stellungnahme sich deutlich für die Humanität und ein starkes Asylrecht zu positionieren. Die OFFENE KIRCHE ruft daher dringend Landesbischof July auf, auf die verantwortliche Politik einzuwirken, um diese humanitäre Katastrophe zu lösen.